Luftfeuchte zum besser arbeiten

Zufriedene Mitarbeiter arbeiten motivierter und sind leistungsfähiger. Das Raumklima am Arbeitsplatz ist ein wichtiges Aktionsfeld für Unternehmen, um Mitarbeiter positiv zu beeinflussen. Die relative Luftfeuchte ist somit nicht nur eine Einflussgröße für die empfundene „Thermische Behaglichkeit“, sondern steuert auch die Produktivität. Von „Thermischer Behaglichkeit“ spricht man, wenn Gebäudenutzer sich weder wärmere noch kältere, weder trockenere noch feuchtere Raumluft wünschen. Der Behaglichkeitsbereich, indem die große Mehrheit der Raumnutzer sich wohl fühlt erstreckt sich in einer Zone von etwa 18 °C bis 24 °C und 35 % bis 75 % relativer Luftfeuchte. Jeder vierte Büroarbeiter fühlt sich durch trockene Luft häufig oder ständig gestört.

 

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Trockene Luft ist ein Störfaktor

Eine Studie des Fraunhofer IAO zur Gestaltung der Arbeits- und Bürowelt im Rahmen des Verbundprojekts Office 21 zeigt, dass lediglich 20 Prozent der Büronutzer mit ihrer Büroumgebung sehr zufrieden sind und weitere 42 Prozent eher zufrieden. Als ein überdurchschnittlich wirkender Störfaktor hat u.a. fehlende Luftfeuchte einen deutlich negativen Einfluss auf die Zufriedenheit im Büro. Über ein Viertel der Büroarbeiter empfinden die Luft häufig oder sehr häufig als zu trocken. Die Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts errechneten eine Korrelation von -0,30, mit der sich fehlende Luftfeuchtigkeit klar negativ auf die Zufriedenheit im Büro auswirkt. Damit haben Arbeitgeber und Gebäudeverantwortliche ein großes Optimierungspotenzial bei der Gestaltung der Arbeits- und Büroumgebungen in der Hand. Welche positive Hebelwirkung auf die Leistung zu erwarten ist, zeigt der in der Office 21 Studie errechnete Einfluss der Zufriedenheit auf die Motivation und Performance der Büroarbeiter. Mit einem Korrelationsfaktor von +0,44 bzw. +0,38 gibt es einen starken positiven Einfluss, der sich neben der Leistung auch auf die Identifizierung und die Bindung an den Arbeitsgeber auswirkt.

 

 

Leistung, Schnelligkeit, Genauigkeit

Weitere Details zum möglichen Einfluss des Raumklimas auf die Produktivität hat die britische „Whole Life Performance Plus Studie“ ermttelt: Die Studie bestätigt, dass ein optimales Raumklima die Leistung, Schnelligkeit und Genauigkeit der Mitarbeiter steigern kann. Unternehmen, die in das Raumklima von Produktions- und Arbeitsräumen investieren, können weiterhin mit einer Reihe von positiven Effekten bei ihren Mitarbeitern rechnen: geringere Fehlzeiten, höhere Qualität der Produkte, erhöhte Leistung am Arbeitsplatz, mehr Mitarbeiterbindung und Kreativität. Im Fokus der Studie standen insbesondere der Einfluss von Temperatur, Kohlendioxid (CO2) und der relativen Luftfeuchte am Arbeitsplatz.

 

Aus der Praxis: Luftfeuchte und Leistung

 

Download Kurfassung "Fraunhofer Studie"