Trockene Luft belastet die Haut

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und zugleich eine wichtige Barriere zwischen Umwelt und dem Inneren unseres Körpers. Trockene Raumluft kann diese Schutzfunktion der Haut erheblich einschränken. Bei einer zu geringen Luftfeuchte wird die Haut spröde und rissig. Über Hautrisse dringen Partikel ein, die Entzündungen hervorrufen und Dermatosen verursachen können. Chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechten verschlechtern sich durch zu trockene Luft. Besonders an Unterarme, Ellbogen, Händen, Unterschenkeln und Füßen macht sich fehlende Feuchtigkeit durch Spannen und Jucken der Haut störend bemerkbar. Vor allem im Winter, wenn mit niedrigen Temperaturen auch die Luftfeuchte sinkt, steigen die Beschwerden über trockene Haut.

 

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Wann trocknet die Haut aus?

Erste Anzeichen für eine zu trockene Haut sind dünne Schuppen und rötlich gefärbte Stellen. Die Haut beginnt auszutrocknen, wenn Feuchtigkeit und Fette (Lipide) verloren gehen, ohne dass dieser Verlust ausgeglichen wird. Um das zu verhindern, ist die Haut aus drei Schichten aufgebaut: Die oberste Lage ist die mehrschichtige Oberhaut, unter anderem mit der schützenden Hornschicht. Die Barrierefunktion der Haut besteht nicht nur darin, unerwünschte Fremdkörper von außen abzuwehren, sondern auch von innen nicht zu viel Flüssigkeit zu verlieren. Die unten liegenden Hautschichten geben daher permanent Flüssigkeiten an die Oberhaut ab. Ausreichendes Trinken ist dafür u.a. eine Voraussetzung. Zusätzlich leiten die unteren Hautschichten Lipide nach oben. Ein weiterer schützender Fettfilm der Hautoberfläche wird durch ein in den Talgdrüsen produziertes Fettgemisch bereitgestellt.

 

Ausreichende Luftfeuchte schützt die Haut

Wenn Feuchte- und Fettgehalt der Hautschichten abnehmen, geht die Schutzfunktion verloren. Die Hornhaut wird zunehmend durchlässiger, so dass Partikel und Fremdsubstanzen eindringen und Hautirritationen und Entzündungen auslösen können. Eine trockene Raumluft kann diesen Vorgang begünstigen. Insbesondere im Winter bei trockener Heizungsluft entzieht die Umgebung der Haut mehr Feuchtigkeit. Das Feuchtegefälle zwischen Haut und Innenraum führt zwangsläufig zu einem erhöhten Wasserverlust. Vom transepidermalem Wasserverlust (transepidermal water loss, kurz TEWL) spricht man, wenn Feuchtigkeit durch die Epidermis mittels Diffusion und Verdunstung aus dem Körper gelangt. Dauert dieser Feuchteverlust an, zieht die Haut sich pergamentartig zusammen, schuppt, wird rissig und kann sich entzünden. Wissenschaftliche Versuchsreihen zeigen, dass unterhalb von 50 % relativer Luftfeuchte ein signifikanter Anstieg des transepidermalen Wasserverlustes auftritt. Gleichzeitig führt dieser Anstieg zu einer deutlichen Abnahme des Hydrierungszustandes der Haut. Untersuchungen bestätigen, dass selbst geringe Anhebungen der relativen Luftfeuchte von 35 % auf 43 % zu sehr positiven Folgen für die Hautgesundheit führen und auftretende Symptome abnehmen.

 

 

 

Aus der Praxis: Luftbefeuchtung und Gesundheit

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