Einfluss der Luftfeuchte auf die Stimme

Gerade für Berufe mit intensiver Sprech- und Bildschirmtätigkeit ist zu trockene Luft unangenehm und gefährlich. Zu oft wird der direkte Zusammenhang mit dem Raumklima dabei nicht erkannt. Trockenheit in Hals und Kehlkopf, Räuspern, Hustenzwang sind immer erste Alarmzeichen. Spätestens wenn die Stimme heiser klingt und vollständig wegbleibt, ist die Arbeitsleistung eingeschränkt.

Für die Aufrechterhaltung einer guten Stimmfunktion und der Vorbeugung vor Stimmerkrankungen ist daher eine ausreichende Befeuchtung der Schleimhäute notwendig. Für Berufsgruppen mit hohem Sprechanteil ist eine Mindestluftfeuchte von 40% empfohlen.

 

Gesundheit Symptome Gefährundungsbeurteilung Kosten/Nutzen Referenzen/Best Practice Medizinische Studien Partner FaQ

 

 

Weniger Stimmstörungen mit optimaler Luftfeuchte

Bei der Entstehung von Stimmstörungen wirken eine Vielzahl von Faktoren zusammen: Neben individuellen Ursachen (z.B. mangelnder Sprechtechnik) sind es vor allem Faktoren des Arbeitsumfeldes, wie laute Hintergrundgeräusche, schlechtes Raumklima oder falsche Sitzhaltung. Das Klima und hier vor allem die Luftfeuchte hat dabei einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Stimme: Für die Aufrechterhaltung einer guten Stimmfunktion und der Vorbeugung vor Stimmerkrankungen ist eine ausreichende Befeuchtung der Schleimhäute notwendig: Beim Sprechen wird Luft aus der Lunge durch den Kelhkopf gedrückt. Die Stimmlippen geraten in Schwingungen und erzeugen, wie die Saiten einer Gitarre, Töne. Ist die Luftfeuchte zu niedrig, verlieren die Schleimhäute der Stimmlippen ihre optimale Feuchtigkeit und damit Elastizität. Die Stimmritze kann nach dem Einatmen durch die Stimmlippen nicht mehr vollständig geschlossen werden. Nebenluft gerät in den Stimmapparat und es kommt zu Reizungen, Entzündungen und schlimmstenfalls zum Wegbleiben der Stimme.

 

 

 

Untersuchungen zeigen, dass beispielsweise über 60% der Mitarbeiter in Callcentern oder Kundenservice-Abteilungen unter Stimmbelastungen leiden. Häufige Symptome sind Trockenheit im Rachen und Kehlkopf, vermehrtes Räuspern und Heiserkeit. „Diese Symptome lenken den Zuhörer vom Inhalt ab und stören die Kommunikation mit dem Kunden erheblich“, sagt der Logopäde und Stimmtrainer Thomas Niemann von Sprechfreunde.de. Qualitätsverlust der Gespräche und geringere Abschlussquoten sind die möglichen Folgen. Hinzu kommt, dass Stimmerkrankungen häufig mit Fehlzeiteneinhergehen: Atemwegserkrankungen, zu denen auch Heiserkeit und Kehlkopfentzündungen gehören, sind eine der Hauptursachen für Krankschreibungen im Callcenter. Bei den nicht ungewöhnlichen zweistelligen Krankenständen bedeutet dies für die Unternehmen erhebliche Kosten und Leistungseinbußen. Für die Aufrechterhaltung einer guten Stimmfunktion und der Vorbeugung vor Stimmerkrankungen ist daher eine ausreichende Befeuchtung der Schleimhäute notwendig. Für Berufsgruppen mit hohem Sprechanteil ist eine Mindestluftfeuchte von 40% empfohlen. Durch den nachträglichen Einbau von Luftbefeuchtungssystemen können Unternehmen einen großen Beitrag zu mehr Gesundheit und Gesprächsqualität am Arbeitsplatz leisten.

Aus der Praxis: Luftbefeuchtung und Stimme

 

Ratgeber CallCenterProfi hier als Download