Luftfeuchte und das
Trockene Auge

Intensive Bildschirmarbeit ist Schwerstarbeit für die Augen: Geschwollene Augenlider, Rötungen, Fremdkörpergefühl, Brennen und hohe Lichtempfindlichkeit sind oftmals die Folgen. Eine der häufigsten Ursachen dafür ist eine zu geringe Benetzung der Augenoberfläche mit Tränenflüssigkeit.

Das Trockene Auge gilt als eine der häufigsten Augenerkrankungen und umfasst alle Symptome die durch eine verminderte Befeuchtung der Augenoberfläche hervorgerufen werden. Das auch als "office-eye-syndrome" bezeichnete Krankheitsbild entsteht dabei auch durch Klima- und Umwelteinflüsse: Neben Stäuben und Zugluft ist die Luftfeuchtigkeit eine Größe, die sich direkt auf den Tränenfilm auswirkt: Bei zu geringer Luftfeuchte nimmt der schützende Tränenfilm der Augen ab.

 

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Weniger Augenbelastungen mit der richtigen Luftfeuchtigkeit

Bei der Entstehung von Stimmstörungen wirken eine Vielzahl von Faktoren zusammen: Neben individuellen Ursachen (z.B. mangelnder Sprechtechnik) sind es vor allem Faktoren des Arbeitsumfeldes, wie laute Hintergrundgeräusche, schlechtes Raumklima oder falsche Sitzhaltung. Das Klima und hier vor allem die Luftfeuchte hat dabei einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Stimme: Für die Aufrechterhaltung einer guten Stimmfunktion und der Vorbeugung vor Stimmerkrankungen ist eine ausreichende Befeuchtung der Schleimhäute notwendig: Beim Sprechen wird Luft aus der Lunge durch den Kelhkopf gedrückt. Die Stimmlippen geraten in Schwingungen und erzeugen, wie die Saiten einer Gitarre, Töne. Ist die Luftfeuchte zu niedrig, verlieren die Schleimhäute der Stimmlippen ihre optimale Feuchtigkeit und damit Elastizität. Die Stimmritze kann nach dem Einatmen durch die Stimmlippen nicht mehr vollständig geschlossen werden. Nebenluft gerät in den Stimmapparat und es kommt zu Reizungen, Entzündungen und schlimmstenfalls zum Wegbleiben der Stimme.

 

Zwei Effekte trockener Luft auf den Tränenfilm

Analysen wissenschaftlicher Arbeiten zeigen, dass sich bei zu geringer Luftfeuchte die Tränenfilmproduktion und zusätzlich auch die Tränenfilmqualität verändern. Beim Trockenen Auge ist nicht nur die Menge, sondern auch die veränderte Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit ursächlich für die Benetzungsstörungen der Augenoberfläche. Der Tränenfilm ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Direkt auf der Augenoberfläche liegt eine schleimhaltige Schicht. Diese sorgt dafür, dass die wässrige Schicht, die den größten Teil der Tränenflüssigkeit bildet, nicht abläuft und nicht so schnell verdunstet. Untersuchungen zeigen, dass gegenüber einem idealen Luftfeuchtebereich von 50 - 80 % die Zelldichte der Bindehaut-Becherzellen bei niedrigen relativen Luftfeuchten unter 30 % stark zurückgeht. In den Becherzellen der Bindehaut wird insbesondere der Schleim produziert und somit ein wichtiger Teil des Tränenfilms gebildet. Eine zu geringe Luftfeuchte führt somit nicht nur zu einer schnelleren Verdunstung des Tränenfilms, sondern auch zu einer verminderten Schleimproduktion, die den wässrigen Teil der Tränenflüssigkeit schützen und erhalten soll.

 

Aus der Praxis: Luftbefeuchtung und Augen

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